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Home und Grußwort




Univ.-Prof. Dr. med. Ernst Hallier


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

Herzlich willkommen zur 52. Wissenschaftlichen Jahrestagung der DGAUM in Göttingen.

Im akademisch und studentisch geprägten Umfeld unserer traditionsreichen Universitätsstadt wird die Tagung derkurzen Wege, bei der die Fußgängerzone in der Innenstadt und der Bahnhof vom Tagungsgebäude aus innerhalb von 10 Minuten zu Fuß zu erreichen sind, für Ihren Aufenthalt und den wissenschaftlichen Austausch ein hervorragendes Ambiente bieten.
Im Jahr 2012 feiert die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) ihr 50jähriges Bestehen. Wir blicken anlässlich der Jubiläumsveranstaltung zurück auf Jahrzehnte intensiver und erfolgreicher Arbeit, in denen wir die Kenntnisse über die Ursachen und Auswirkungen arbeits- und umweltbedingter Gesundheitsstörungen auf ein international beachtetes wissenschaftliches Fundament stellen konnten. Die Arbeitsmedizin und die klinische Umweltmedizin sind mittlerweile feste Bestandteile der universitären Ausbildung zum Arztberuf. Die Expertise der DGAUM und ihrer Mitglieder ist in vielen Gremien der Wissenschaft, der Ministerien und Behörden, der Sozialversicherung und der Gerichte auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene unverzichtbar.

Es freut mich daher besonders, dass die DGAUM für ihre Jubiläumstagung den Wissenschaftsstandort Göttingen gewählt hat, der von der großen Forschungstradition der Georg-August-Universität, die in 2012 ihr 275jähriges Bestehen feiert, und der außeruniversitären Forschungseinrichtungen geprägt ist. Die diesjährigen Hauptthemen der Tagung richten den Blick auf die großen Forschungsaufgaben der kommenden Jahre vor dem Hintergrund des demographischen Wandels in Deutschland und Europa.
Allergien in Beruf und Umwelt bedrohen auch bei optimierter Gruppenprävention die Gesundheit vieler einzelner Beschäftigter und machen eine maßgeschneiderte individualisierte arbeitsmedizinische und umweltmedizinische Betreuung erforderlich. Ich bin dankbar, dass der in Göttingen beheimatete Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK), der in Deutschland und im benachbarten europäischen Ausland klinische Daten zur Kontaktallergie zusammenführt und auswertet, als Mitveranstalter unsere Jahrestagung bereichert.

Auch die allergischen Atemwegserkrankungen, welche viele Menschen zur vorzeitigen Berufsaufgabe zwingen, stehen im Fokus der Vortrags- und Posterveranstaltungen.
Neben der Prävention ist die medizinische und berufliche Rehabilitation eine zentrale Aufgabe der Arbeitsmedizin der Zukunft. Der Nachwuchs- und Fachkräftemangel wird die Unternehmen und die gesetzliche Sozialversicherung zwingen, ihr Augenmerk stärker als bisher auf den Erhalt und die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit erkrankter und unfallgeschädigter Leistungsträger zu richten. Hier können wir einen wichtigen ärztlichen Beitrag leisten. Viele weitere Themengebiete der Arbeitsmedizin und der Umweltmedizin werden das Spektrum unserer Tagung abrunden. Besonders herzlich möchte ich auch die vielen Naturwissenschaftler, Ingenieure, Psychologen und Juristen willkommen heißen, die seit Jahren den interdisziplinären Charakter unseres Faches in hervorragender Weise sichtbar machen.

Nicht verschweigen möchte ich die schwierigen Rahmenbedingungen, denen sich die Arbeitsmedizin zur Zeit stellen muss. An einigen Universitätskliniken verstellen die ökonomischen Probleme der Krankenversorgung den Blick auf die besondere Bedeutung der Prävention und Rehabilitation, und somit der Arbeitsmedizin und Umweltmedizin, für die Medizin der Zukunft. In den Betrieben und im gewerbeärztlichen Dienst wird die vorbildliche Einbindung ärztlicher Expertise in den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz durch eine Anpassung an schlechtere Standards anderer Länder bedroht. Unsere Jahrestagung wird daher auch dazu dienen, unsere besondere Kompetenz sichtbar zu machen.

Auf Ihr zahlreiches Kommen und den regen Informationsaustausch freue ich mich sehr. Ich hoffe, dass Sie am Rande der Tagung, an den Abenden und am Wochenende auch reichlich Gelegenheit haben werden, die historische Altstadt von Göttingen und das schöne Südniedersachsen mit ihrem reichhaltigen Kultur- und Freizeitangebot näher kennen und schätzen zu lernen. In der Erwartung, Sie hier in Göttingen begrüßen zu dürfen, verbleibe ich Ihr

Univ.-Prof. Dr. med. Ernst Hallier